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Hallo, mein Name ist Heinz und ich helfe dir dabei die richtige Wetterfahne, Wetterhahn oder Wetterstation zu finden.

Dabei erkläre ich dir woher Wetterfahnen eigentlich kommen, wie sie funktionieren und was du beim Kauf beachten solltest.

 

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen meiner Website.

 

 

 

 

 

„Wetterfahnen und Wetterhahn sind ein wertvolles Stück Kultur. Auf jedem seriösen Haus sollten sie sich befinden, um diese Tradition zu pflegen. Ausserdem sind sie nicht nur nützlich, sondern sehen auch echt gut aus.“

 

 

 

Wetterfahnen

– Alles über Messprinzip, Geschichte, Bedeutung, Funktionen und Aufbau

 

Wetterfahnen im Überblick 

Eine Wetterfahne, auch Anemoskop genannt, ist ein Instrument zur Ermittlung der Windrichtung. Der Windrichtungsgeber basiert auf dem Prinzip, dass sich ein bewegliches Messelement nach dem Druck des Windes ausrichtet.

 

Messprinzip

Die Wetterfahne, kann als statisches System, mit nur einem stabilen Punkt betrachtet werden. Die asymmetrisch zur Drehachse angeordnete Fahnenfläche, wird von den Kräften des Windes beeinflusst, wenn sie nicht parallel zur Windrichtung ausgerichtet ist.
Die Ausrichtung des Windrichtungsgebers, entspricht bei Wind dessen Richtung.

 

Geschichte der Wetterfahnen

Die Geschichte der Wetterfahnen, findet ihren Anfang im antiken Griechenland.
Der Architekt Vitruv beschrieb eine Wetterfahne, die sich auf dem „Turm der Winde in Athen“ befand. Der achteckige, steinerne Turm, hatte auf seinem zeltartigen Dach eine Figur des Meeresgottes Triton, dessen Schweif sich nach dem Wind ausrichtete.

Im 19. Jahrhundert wurde der Triton von einem englischen Architekten rekonstruiert. Ab dem 8. Jahrhundert tauchten Windfahnen aus Stoff, oder Metall auf Schiffsmasten in der Nord- und Ostsee auf. Ab wann die Wetterfahnen, sich in Europa verbreiteten, ist noch unklar. Für das europäische Festland, ist eine Verwendung ab dem 11. Jahrhundert anzunehmen. Da originale Wetterfahnen erst ab dem 15./16 Jahrhundert erhalten geblieben sind, sind die einzigen Quellen für die Zeit davor Bilder. Jedoch muss man dabei beachten, dass der Maler eventuell eine Wetterfahne mit einer Stofffahne verwechselt hat.

Diese gab es zuerst, es ist jedoch nicht klar, wann genau daraus die Wetterfahne entstanden ist.Im deutschsprachigen Raum, wurden die Wetterfahnen insbesondere auf Rathäusern, Schlössern, Burgen, Kirchen und Bürgerhäusern gefunden. Ab dem 16. Jahrhundert zeigte sich ihre Entwicklung, sie tauchten kontinuierlich in Bildern auf. Zunächst waren diese nicht beweglich, sondern festmontiert.

Die erste schriftliche Überlieferung, eines drehbaren Wetterhahnes, ist von 820 n. Chr. Wetterfahnen dienten nicht nur der Wettervorhersage, sondern waren auch als Schutzzeichen des Hauses von Bedeutung. In einigen Ländern, wie z.B. Frankreich, oder Schweden, war die Verwendung zunächst nur dem Adel vorbehalten.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Wetterfahne dann ihre Blütezeit. Bekannte Mechaniker, wie Jacob Leupold entwickelten eigene Mechaniken dafür. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts, wurden Wetterfahnen ein Bestandteil der Blitzschutzanlagen. Mit der Aufklärung, wurde zunehmend anerkannt, dass die Windrichtung allein, zur Wettervorhersage ungeeignet ist.

Im 19. Jahrhundert verloren Wetterfahnen weiter an Bedeutung, da sich das Barometer verbreitete – eine feinere Methode der Wettervorhersage. Mit der fortschreitenden Industrialisierung, wurde der Mensch in seiner Lebensweise auch immer unabhängiger vom Wetter. Mit dem Bauhaus wurde auch der Baustil simpler und durch die flachen Dächer, kamen die Wetterfahnen nur noch vereinzelt zum Einsatz.

Entgegen ihrer früheren Funktion, dienten sie zumeist nur noch als Deko. Die verwendeten Motive, enthielten meist ein Wappen, ein Symbol, oder eine Jahreszahl und hatten Bezug zu den Hausbesitzern.

Nach 1945 kamen Wetterfahnen in erster Linie nur noch im Denkmalschutz zum Einsatz.

 

Bedeutung der Wetterfahnen im Wandel der Zeit

Wetterfahnen sind die ältesten Instrumente der Wettervorhersage. Ihren Ursprung haben sie in den früheren Stoffahnen, oder Wimpeln. Neben der Wettervorhersage, waren sie auch ein Hauszeichen. Da man früher die Wettervorhersage nur durch die Interpretation von Wolkenformationen interpretiert hat, war die Wetterfahne von großer Bedeutung.

Das Wetter wurde durch die Windrichtung bestimmt. Die Wetterfahne wurde auf den Hausdächern von allen gesehen und entwickelt sich somit stetig.

Erst mit dem wachsenden Verständnis der Menschen, für Wissenschaft und Technik, verlor sie an Bedeutung. Sie wurde durch feinere Methoden der Wettervorhersage abgelöst. Es war einfach nicht mehr zwingend notwendig, dass man wusste, aus welcher Richtung der Wind kommt. Für die meisten hat die Wetterfahne heutzutage überhaupt keine Bedeutung mehr.

Unsere Dächer sind geschmückt von Antennen, so, dass eine Wetterfahne kaum mehr auffallen würde. Dazu kommt, dass eine Wetterfahne nicht billig ist und wir aus den Medien erfahren können, wie das Wetter wird – das Geld sparen wir uns also. Dennoch findet die Wetterfahne noch ihren Platz im Denkmalschutz, bei Liebhabern, oder im Garten.

 

Aufbau und Design von Wetterfahnen

 

Funktionale Bestandteile von Wetterfahnen:

  • Fahnenblech
  • Stange
  • Drehlager
  • Gegengewicht
  • Richtungspfeil
  • Verankerungen
  • Windrose
  • Turmknopf

 

Das Fahnenblech:

Das Fahnenblech stellt die Angriffsfläche für den Wind und gleichzeitig einen Informationsträger durch seine Gestalt. Durch Zahlen, Figuren, oder Symbole, lassen sich eventuelle Rückschlüsse auf den Hausbesitzer ziehen.

Wegen der Aussparungen für die Figuren, wurde häufig dünnes Blech verwendet, dass durch einen Rahmen stabilisiert wurde. Der Rahmen kann auf einen, oder auf beiden Seiten geschlossen sein, beziehungsweise sich der Gestalt des Fahnenbleches anpassen.

Zusätzlich angebrachte Flacheisen, dienen als Versteifung. Häufig sieht man bei alten Wetterfahnen, dass das Fahnenblech schon so zerstört ist, dass nur noch der Rahmen sichtbar ist. Das Fahnenblech besteht in der Regel aus einem Stück. Wenn die Fahne eine Signatur hat, muss beachtet werden, von welcher Seite aus diese zu lesen ist. Je nachdem, wo sich das Fahnenblech von der Stange aus befindet, kann man die Fahne als „Rechts- oder Linksfahne“ bezeichnen.

 

Das Material von Wetterfahnen 

Im Allgemeinen wird ein starkes Eisenblech für den Bau der Wetterfahne verwendet.
Damit dieses nicht so schnell zerstört wird, wurde das Eisenblech später verzinkt. Heute verwendet man Kupfer, Zinkblech, rostfreies Eisen, oder Aluminium. Kupfer ermöglicht die Verwendung eines dünneren Bleches und damit detailliertere Figuren, wie z.B. Wappen.

Für öffentliche Gebäude, wurde die Fahne oft vergoldet. Im Norden findet man oft aus Holz gesägte Wetterfahnen, die durch eine vertikale Bohrung auf einen Eisenstab gesteckt wurden.

 

Die Form von Wetterfahnen 

Die Grundform des Fahnenbleches, ist angelehnt an seine Vorgänger, also viereckige, oder dreieckige Wimpel. Diese Form wurde dann später abgewandelt. Neben Hahn und Wappen, ist der Drachenkopf eines der ältesten Motive.

Die bekannteste Figur ist der Wetterhahn, der schon seit dem 8. Jahrhundert die Dächer von Kirchen schmückt. Er ist der Verkünder des Tages, ein Symbol der Wachsamkeit und des Schutzes vor Bösen. Ein Zeichen des Kampfes, der Fruchtbarkeit und gleichzeitig Orakeltier – weil er sagt, wie der Wind grade steht.

 

So werden Wetterfahnen hergestellt

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, war die Herstellung der Wetterfahnen, den örtlichen Handwerken überlassen. Seitdem werden Wetterfahnen für den Massenbedarf auch industriell hergestellt. Man kann die Motive jetzt aus einem Katalog aussuchen. 1854 bot die erste Firma in Amerika Wetterfahnen serienmäßig an. In Deutschland war es die Firma Kraus, welche erstmals von 1861-1968 Wetterfahnen anbot.